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Verfasst: 03.08.2005, 11:30:02
von Fan
keine Angst, Jacky, wir mögen Dich trotzdem noch, auch wenn Du findest, daß die Wiedervereinigung falsch war

:wink: :P :D

--> ernsthaft... ich hab deine worte nicht so aufgefaßt, daß du gegen die wiedervereinigung gewesen wärst. ich finde dein punkt, daß ein paar von den details wie die vereinigung vertraglich geregelt wurde ... optimierungspotential (schönes wort, oder?) gehabt hätte

Verfasst: 03.08.2005, 18:43:35
von mwinands
Zum Thema "soziale Ungerechtigkeit" könnte ich auch noch einen Beitrag beisteuern. Hier ist heute eine Firma bestreikt worden - ein Warnstreik.
Unterschiedliche Forderungen wurden gestellt - von der Beibehaltung der 37,5 Std. Woche bis zum Prämienerhalt. Allerdings haben sich nicht alle Arbeitnehmer beteiligt. Die Verunsicherung konnte man spüren. Ich habe z.B. mit jemandem gesprochen, der sich nicht am Streik beteiligt hat und er meinte, die Situation sei zu gefährlich, um zu streiken. Auch wenn wegen eines Streiks offiziell keine Kündigung ausgesprochen werden darf, wer weiß denn schon, was man durch das Hintertürchen alles regeln kann.
Jedenfalls glaub ich kaum, dass der Streik viel bringen wird - die Präsenz war m. E. einfach zu gering. Schlimmer noch: Durch die sehr unterschiedliche Beteiligung kommt es innerhalb der Arbeitnehmerschaft auch noch zu Verärgerung, da einfach der Zusammenhalt fehlt. Verstehen kann ich beide Seiten.
Manchmal frage ich mich auch, ob ein Streik bei der derzeitigen Lage auf dem Arbeitsmarkt angemessen ist. Natürlich muss man sich für seine Rechte einsetzen und gegen die Kürzung von Sozialleistungen einsetzen, aber es gibt nun mal viele Arbeitslose und jeder muss derzeit Opfer bringen. In meinen Augen ist es eine sehr schwierige Entscheidung. Zudem geht es auch einigen Firmen schlecht und mehr Arbeitszeit ohne Lohnausgleich könnte ein Opfer sein, das hilft, den Arbeitsplatz zu sichern.
Egal, wie man es dreht und wendet, es ist ein Teufelskreislauf.

Mit nachdenklichen Grüßen

Martin :roll: