Urtei Wieltalbrücke

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Bubu
Beiträge: 34
Registriert: 20.06.2005, 21:16:57
Wohnort: Richtung Norden und immer geradeaus

Beitrag von Bubu »

Ich habe als Strafverteidiger mit Fällen von fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr auch ab und zu mal zu tun.

Ich finde das Strafmaß völlig im Rahmen. Um das ganz genau beurteilen zu können, müsste man natürlich eventuelle Vorstrafen kennen.

Aber für einen nicht (oder nur unbedeutend) Vorbestraften ist die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten ohne Bewährung für eine Fahrlässigkeitstat schon recht kräftig hingelangt. Der hohe Sachschaden fällt hier nicht so sehr ins Gewicht, da fahrlässige Sachbeschädigung nicht strafbar ist und natürlich bei der Straßenverkehrsgefährdung das Leben der anderen Verkehrsteilnehmer das überragende Rechtsgut ist.

In der Fachliteratur wird übrigens das Problem diskutiert, ob angesichts dieses Unfalls die "gewaltige" Deckungssumme von 10 Millionen Euro, wie die meisten sie haben, noch sachgerecht ist. Bei diesem Unfall bliebe man da selber noch auf einigen Milliönchen hängen, auch wenn die Versicherung anstandslos bis zu Deckungsgrenze zahlen würde.

Auch bei einem Unfall mit einer schlimmen Verletzung (hohe Querschnittslähmung) habe ich schon einmal vor einigen Jahren erlebt, dass an der damals noch relativ niedrigen Deckungsgrenze gekratzt wurde.

Also: ein paar Euros mehr ausgeben für unbegrenzte Deckung (wenn angeboten), Hände weg von Drogen und Alkohol, aufmerksam fahren und je nach persönlicher Einstellung vielleicht mal den Herrgott bitten, dass man selber nicht in so scheußliche Unfälle verwickelt wird.

Bubu
Fahre froh im Saabrio!
Black Sun
Beiträge: 8
Registriert: 24.07.2005, 01:22:05

Beitrag von Black Sun »

Hallo,

wie Bubu schon bemerkte, das Urteil ist nach dem Deutschen Rechtssystem
durchaus "angemessen".
Meiner Meinung nach können sich die Richter nur auf den ihnen vorliegenden
Fakten berufen.
In letzter Zeit wurde ich etwas nachdenklich, was dieses Thema betrifft,
man hatte den Raser-Rolf(A6), dann den Raser von Rügen, jetzt den
Raser der Wielheimer Brücke, alles wurde in den Medien "gehypt".

Vor kurzer Zeit verlor ich fast meinen Bruder, er hatte einen Wegeunfall
als Beifahrer auf dem Weg zur Arbeit, sein Fahrer hatte definitiv die Schuld am Unfall, zwei Menschen sind gestorben.

Das Urteil (18 Monate auf Bewährung) erschien mir auch erst zu milde,
aber dieser Mensch wird seines Lebens nicht mehr Glücklich (inzwischen
hat er einen Selbstmordversuch unternommen) , es kann von Sekundenbruchteilen abhängen wohin die Reise geht.

Natürlich haben jedwede Drogen oder Rauschmittel nichts im Straßenverkehr zu suchen, aber man sollte bedenken dass niemand
Fehlerfrei fährt!

LG
Tom
Wer immer tut was er schon kann, wird immer bleiben was er ist.
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Desertbyte
Beiträge: 43
Registriert: 21.07.2005, 11:20:03
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Beitrag von Desertbyte »

"aber man sollte bedenken dass niemand
Fehlerfrei fährt!"

Das ist auch sehr wahr - stimmt!
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Bimi
Beiträge: 4
Registriert: 30.08.2005, 20:32:02
Wohnort: Köln

Beitrag von Bimi »

Da kommt mir ein genialer plan in den Kopf. Ich ersteche mein nervendes Ex nicht zu hause sondern ich ramme Sie unter Drogen Einfluss auf der Bahn. Ohjeh es war ein Unfall.
Da wir im gleichen Boot sitzen, sollten wir froh sein,daß nicht alle auf unserer Seite stehen.
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muc
Böser Admin
Beiträge: 241
Registriert: 14.06.2005, 17:33:07

Beitrag von muc »

Kannst dir sicher sein, daß du nicht der erste bist, der auf so ne tolle Idee kommt... Mord als Unfall zu tarnen ist nix neues.
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